All of us Are Dead 1
- Steve Melmer

- 7. Jan.
- 3 Min. Lesezeit

Intro
Der erste Band von All of Us Are Dead setzt sofort den Ton: eine Mischung aus Coming-of-Age und gnadenlosem Horror. Der Webtoon, der durch die Netflix-Adaption zusätzliche Aufmerksamkeit bekommen hat, zeigt seine Wurzeln sehr klar. Es ist kein Zombie-Titel, der langsam aufbaut, sondern einer, der gleich prüft, wie viel Chaos und Verlust eine Schulklasse aushält, bevor sie zerbricht.
Plot und Atmosphäre
Die Handlung dreht sich um eine Highschool, die binnen Stunden vom ganz normalen sozialen Mikrokosmos zu einem Kriegsschauplatz mutiert. Aus Fehden, Schwärmereien und Cliquen werden Überlebensbündnisse. Das Virus verbreitet sich so schnell, dass niemand Zeit bekommt, das Offensichtliche zu leugnen. Dadurch entsteht eine beklemmende Atmosphäre: Es gibt kein Entkommen, keine Außenwelt, die rechtzeitig Hilfe liefert. Man spürt, wie eng der Raum ist, physisch und emotional. Der Horror speist sich weniger aus Monstern und mehr aus der Erkenntnis, dass Regeln, Anstand und Moral bröckeln, sobald der Tod buchstäblich an der Tür kratzt.
- Plot und Atmosphäre - | 4/5 |
- Inhaltliche Tiefe - | 2/5 |
Stil und Präsentation
Da es sich um die überarbeitete Buchfassung des Webtoons handelt, ist der Stil auffällig klar strukturiert. Man merkt, dass die Episoden ursprünglich für digitale Panels konzipiert waren. Das führt zu vielen Cliffhangern innerhalb des Bandes und einer sehr rhythmischen, fast serientypischen Erzählweise. Die Zeichnungen sind rau, teilweise krass überzeichnet, was gut zur Panik und Hektik passt. Blut und Gewalt werden nicht geschönt, gleichzeitig bleibt Platz für Gesichter, die echte Verzweiflung transportieren. Genau das hält die Spannung permanent oben.
- Visuelle Umsetzung - | 4/5 |
- Originalität und kreative Ansätze - | 3/5 |
Kritik
Der Band bleibt stark im Tropengebiet des Zombie-Genres. Wer Innovation oder philosophische Tiefe erwartet, wird hier nicht bedient. Charaktere werden erst einmal grob umrissen, viele dienen klar als Opfer oder Katalysatoren. Das ist genretypisch, verhindert aber, dass man sofort eine tiefe Bindung aufbaut. Außerdem kann die episodische Struktur stellenweise repetitiv wirken: Gefahr, Flucht, kurze Verschnaufpause, nächster Schockmoment. Leser, die eine ruhige, psychologische Entwicklung brauchen, werden hier kaum zur Ruhe kommen.
- Struktur und Gesamtaufbau- | 4/5 |
FAZIT
All of Us Are Dead 01 ist ein kompromissloser Einstieg in eine Horrorreihe, die weiß, was sie will: Tempo, Überleben und Eskalation. Der Band funktioniert hervorragend als atmosphärischer Auftakt. Er liefert Spannung, Panik und klare Bilder einer Katastrophe, die nicht aufzuhalten ist. Wer schnelle, rohe Zombie-Action in Kombination mit jugendlichen Konflikten sucht, bekommt genau das. Wer mehr Tiefe oder Komplexität erwartet, muss abwarten, ob spätere Bände das liefern. Für den Auftakt gilt: direkt, intensiv, ohne Sicherheitsnetz.
-Insgesamt- |
3,5/5 |
TITELBLATT (Front-Cover) | RÜCKSEITE (Back-Cover) | INNENSEITE (Inner-Page) |
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Positiv | Negativ |
starke Atmosphäre | wenig Zeit für Figuren |
schneller Zugriff | Wiederholungsmuster |
guter Sog | |
SPEZIFIKATIONEN |
Produktart: Manga (manwha) |
Titel: All of us are Dead |
Originaltitel: All of us are Dead |
Heftnummer: |
Edition: Normale Edition |
Sprache(n): Deutsch |
Verlag: Panini |
Auflage:
|
Erscheinungsdatum: 26/08/2025 |
ISBN / GTIN: 978-374-164-443-6 |
Herkunftsland: Japan |
Altersfreigabe: FSK 18 |
Seitenzahl: 296 |
Einband: Softcover |
Bindung: Klebebindung |
Format: 15 x 1.8 x 20.8 cm |
Abbildungen: Schwarz/Weiß |
Autor und Zeichner: Joo Gong-geun |
Link zum Comic |
Dieser Artikel wurde von Wulfrik’s Reviews in Luxemburg veröffentlicht.
Der Autor ist Melmer Steve, und die Informationen stammen von Panini Comics Deutschland.
Die Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt von Panini Comics Deutschland.
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